Fernand Melgar
Wurde 1961 als Sohn von spanischen Gewerkschaftern geboren, die in Tanger, Marokko exiliert waren. 1963 reiste er mit seiner Mutter heimlich in die Schweiz ein, zu seinem Vater, der dort als Saisonnier arbeitete. Er unterbrach sein Handelsstudium Anfangs der Achtziger, um gemeinsam mit Freunden das alternative Kulturlokal Le Cabaret Orwell und später die international renommierte Konzertbühne La Dolce Vita zu gründen. Er programmierte dort Kunstvideos und bildete sich als Autodidakt zum unabhängigen Regisseur und Produzenten aus. Ab 1983 realisiert er Experimentalfilme und unkonventionelle Reportagen für das Fernsehen. 1985 stiess er zur Gemeinschaft Climage um dort rund zehn Dokumentarfilme zu drehen, die heute als Referenzwerke zu Immigrations- und Identitätsfragen gelten. Sein bisheriges Dokumentarfilm EXIT – DAS RECHT ZU STERBEN erhielt mehrere internationale Auszeichnungen, darunter auch den renommierten Golden Link Award für die beste europäische Koproduktion und den Schweizer Filmpreis 2006. 2008 wurde sein letzter Dokumentarfilm, LA FORTERESSE, in Locarno mit dem Hauptpreis, dem Pardo d‘Oro, ausgezeichnet, zahlreiche weitere internationale Festivalauszeichnungen folgten.


Filmographie (Auswahl)

1993 Album de famille (doc)

1998 Classe d’acceuil (doc)

2000 Collection Premier Jour (doc cm)

2002 Remue-ménage (doc)

2005 La vallée de la jeunesse (doc cm)

2005 EXIT – das Recht zu sterben (doc)

2006 Limites invisibles (doc cm)

2008 La forteresse (doc)

2011 Vol spécial (doc)